Der Arbeitgeber hat unabhängig von der Zahl der Beschäftigten im Rahmen seiner Pflichten sicherzustellen, dass ein Explosionsschutzdokument erstellt und auf dem letzten Stand gehalten wird.

Aus dem Explosionsschutzdokument muss hervorgehen:

  • dass die Explosionsgefährdung ermittelt und einer Bewertung unterzogen worden sind
  • dass angemessene Vorkehrungen getroffen werden, um die Ziele des Ex-Schutzes zu erreichen
  • welche Bereiche in Zonen eingeteilt wurden und
  • für welche Bereiche die Mindestvorschriften gelten

Das Explosionsschutzdokument ist vor der Aufnahme der Arbeit auf Ihrer Anlage zu erstellen. Es ist zu überarbeiten, wenn Veränderungen, Erweiterungen oder Umgestaltungen der Arbeitsmittel oder des Arbeitsablaufes vorgenommen werden.

In der Einzelverantwortung jedes Arbeitgebers liegt die Verantwortung für die Bereitstellung und Benutzung der Arbeitsmittel und  die Durchführung aller die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten betreffenden Maßnahmen. In seinem Explosionsschutzdokument macht der Arbeitgeber genauere Angaben über das Ziel, die Maßnahmen und die Bedingungen der Durchführung dieser Koordinierung.

Bei der Erfüllung der Verpflichtungen nach Absatz 1 können auch vorhandene Gefährdungsbeurteilungen, Dokumente oder andere gleichwertige Berichte verwendet werden, die aufgrund von Verpflichtungen nach anderen Rechtsvorschriften erstellt worden sind.

Gefährdungsbeurteilung, Einteilung der Explosionszonen und das Explosionsschutzdokument sind Dokumente, die zusammenhängen.


Bei der Prüfung Ihrer Biogasanlage werden wir diese Dokumente mit Ihnen zusammen ansehen und einer Ordnungsprüfung unterziehen. Basierend auf dem Explosionsschutzdokument werden wir die Prüfung Ihrer Biogasanlage vornehmen. Uns ist es sehr wichtig, dass wir das Explosionsschutzdokument vor der Prüfung zur Verfügung gestellt bekommen, damit wir uns ein Bild von Ihrer Anlage machen können.